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  • Sarah Oltmanns

Der Dschungel

Aktualisiert: 19. Aug 2019

In meinem letzten Urlaub vor der Selbstständigkeit habe ich mal in ein unbekanntes Land begeben: In den Dschungel der Vorbereitungen.

Es ist nämlich gar nicht mal so einfach, als Beamtin mal eben ein wenig freiberufliche Luft zu schnuppern. Da ich bisher von der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht befreit war, stellte sich natürlich zuerst die Frage, wie sich das mit Beginn der Selbstständigkeit verhält. Viele Besuche bei Versicherern und Webvideos des BMWi-Existenzgründer-Portals später wurde mir klar: es ist alles noch viel komplizierter, als ich mir es je hätte ausmalen können.


Meinen voraussichtlichen Einkunftsarten sind divers und Diversität ist in der Bürokratie ja bekanntlich noch nicht mit simplen Mitteln handelbar. Am einfachsten einzusortieren sind noch gewerbliche Einkünfte. Ich habe tatsächlich sicherheitshalber ein Gewerbe angemeldet, um in Notzeiten auch anderweitig als als Sprecherin Geld zu verdienen. Diese Einkunftsart ist mit meiner bisherigen Versicherungsweise gut in Einklang zu bringen. Kompliziert wird es erst mit manchen Sprech- und Komparseneinkünften, die nämlich nicht einfach mit Rechnung (freiberuflich) abgerechnet werden können, sondern als "unständige Tätigkeiten" bei berufsmäßiger Ausübung sozialversicherungspflichtig sind. Ununständige Tätigkeiten, die nicht gewerblich sind, darf ich als Freiberuflerin abrechnen. Darauf freue ich mich am meisten, weil ich da nur eine Rechnung schicke und keine Gewerbesteuer (und in den ersten Monaten oder Jahren auch keine Umsatzsteuer) abführen muss. Juhu!


Nun wird es von Monat zu Monat spannend. Die Diversität meiner beruflichen Tätigkeiten wird mit Sicherheit viele Menschen beschäftigen, fürchte ich. Ich habe mich prophylaktisch bei meiner zuständigen Versicherungsfachfrau entschuldigt und bin ihr wohl zum Ende eines jeden Jahres ein Pfund Kaffee schuldig...

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